Der Venenverschluss mit Gewebekleber (VenaSeal)

Wie funktioniert diese Methode

Die Kranke Vene wird am Unterschenkel mit einer Infusionsnadel punktiert. Über einen kleinen Schnitt wird ein Kunststoffschlach an die Leiste hochgeschoben. Durch diesen Schlauch kann die Venen gezielt mit Kleber versiegelt werden.
Seitenäste werden durch kleine Schnitte mit einem Häkchen entfernt.

Wie lange dauern der Eingriff und die Heilung

Der Eingriff dauert ca. 2 Stunden. Er wird ambulant (ohne Spitalaufenthalt) in der Praxis durchgeführt. Sie können nach dem Eingriff sofort wieder laufen und am nächten Tag wieder arbieten.

Was sind die Vorteile dieses Eingriffs

Diese Methode existiert erst seit 2012. Die Wirkung und die Nebenwirkungen beim Eingriff sind bekannt. Die Langzeitresultate werden erst jetzt erforscht.
Wir führen das VenaSeal Verfahren seit 2016 durch. Bei günstiger Anatomie kann ein Bein durch einen 5 mm langen Schnitt komplett behandelt werden. Durch die kleiner Wunde entstehen nur sehr geringe Schmerzen (oft sind nach der Operation keine Schmerzmittel nötig), so dass Sie auch schnell wieder für Arbeit und Familie da sein können.
Sie müssen danach keine Kompressionsstrümpfe tragen. Nervenverletzungen sind äusserst selten.

Was sind die Nachteile dieses Eingriffs

Sehr grosse Krampfadern lassen sich so nicht behandeln. Stark geschlängelte Venen müssen wie bei der klassischen Operation mit kleinen Schnitten entfernt werden. Mögliche Langzeiteffekte sind noch nicht bekannt. Der Eingriff wird aktuell von den Krankenkassen nicht vergütet.

Für wen ist diese Methode am Besten geeignet

Die Operation eignet sich gut zum Entfernen beginnender Krampfadern. Diese Methode ist günstig für Krampfadern in der Kniekehle. Hier besteht bei anderen Methoden das Risiko bedeutender Nervenschäden. Sie ist auch günstig, wenn Sie nicht bei der Arbeit fehlen wollen, oder Kinder zu betreuen haben.